Fallbeispiel: Umbau einer Waldner Dosomat 10.4
Mechanische Konstruktion, Reverse Engineering und Arbeitsvorbereitung für den Umbau einer vollautomatischen Becherfüll- und Verschließmaschine.
In diesem Projekt wurde eine Waldner Dosomat 10.4 technisch überholt und mechanisch für neue Becherformate angepasst. Ziel war es, die Maschine für die Abfüllung von Joghurt in zwei unterschiedlichen Bechergrößen nutzbar zu machen.
MartCad war für die mechanische Konstruktion, technische Analyse, Vermessung, Reverse Engineering, CAD-Ausarbeitung und Arbeitsvorbereitung der geänderten Maschinenteile verantwortlich.
Die Herausforderung lag darin, eine bestehende Produktionsmaschine so umzubauen, dass neue Formate verarbeitet werden können, ohne die Funktion, Taktung und Zuverlässigkeit des Gesamtsystems zu gefährden.
Situation
Die vorhandene Maschine war technisch veraltet und entsprach nicht mehr den neuen Produktionsanforderungen. Die Umstellung auf andere Bechergrößen erforderte mechanische Anpassungen an mehreren Stationen.
Betroffen waren unter anderem Bechermagazine, Deckelzuführung, Siegelstation, Dosierköpfe, Formatplatten, Führungen und verschiedene produktberührende oder formatabhängige Bauteile.
Für die technische Umsetzung wurden 3D-Scannen , 3D-Vermessung , Reverse Engineering und CAD-Konstruktion und technische Zeichnungen kombiniert.
Ausführung und technisches Vorgehen
1. Demontage und technische Aufnahme
Die Maschine wurde sorgfältig demontiert. Verschiedene Verarbeitungsstationen wurden ausgebaut, geprüft und für die weitere technische Analyse vorbereitet.
2. 3D-Scannen und 3D-Vermessung
Komplexe Maschinenteile, vorhandene Formatteile und funktionskritische Komponenten wurden optisch erfasst und vermessen. Dazu gehörten unter anderem Führungen, Kurvenscheiben, Halterungen, Zuführteile und formatabhängige Baugruppen.
Die Messdaten lieferten die Grundlage für technische Interpretation, CAD-Rekonstruktion und Anpassung der neuen Bauteile.
Analyse, Modellierung und Entwicklung
3. Modellierung und Reverse Engineering
Die aufgenommenen Mess- und Scandaten wurden genutzt, um vorhandene Maschinenteile technisch zu rekonstruieren. Dadurch konnten neue Bauteile konstruiert werden, die zur bestehenden Maschine passten.
4. Design und Entwicklung neuer Formatteile
Auf Basis der 3D-Modelle wurden neue Teile und Baugruppen entwickelt. Ziel war eine zuverlässige Verarbeitung der neuen Bechergrößen und eine möglichst praktische Umrüstung zwischen den Formaten.
5. Simulation von Bewegungen und Einbausituationen
Bewegungen, Einbauverhältnisse und Kollisionsrisiken wurden im CAD überprüft. Dies war notwendig, um die Funktion der geänderten Stationen vor der Umsetzung besser abzusichern.
Mechanische Anpassungen
- Anpassung von Stationen für Becher, Deckel, Siegelung und Dosierung.
- Entwicklung neuer Formatteile und austauschbarer Baugruppen.
- Konstruktion einer neuen Tischplatte mit wechselbaren Elementen.
- Ausarbeitung von Versorgungsteilen für verschiedene Bechergrößen.
- Konstruktion neuer Schutz- und Abdeckelemente.
- Detaillierte Ausarbeitung auf Komponentenebene inklusive Stücklisten.
Ergebnis
Durch die Kombination aus 3D-Scannen, 3D-Vermessung, Reverse Engineering und CAD-Konstruktion entstand eine mechanisch angepasste Becherfüll- und Verschließmaschine, die für neue Becherformate eingesetzt werden kann.
- Umrüstung der Maschine auf neue Bechergrößen.
- Neue und angepasste Formatteile für Becher, Deckel, Dosierung und Siegelung.
- CAD-Daten, Baugruppen und technische Zeichnungen für Fertigung und Montage.
- Mechanische Anpassungen mit Fokus auf Funktion, Wartung und Reinigung.
- Praktische Unterstützung bei der Umsetzung und Optimierung der Funktionen.
Abschluss
Dieses Projekt war ein umfangreicher und technisch anspruchsvoller Umbau, bei dem Messdaten, praktische Maschinenkenntnis und CAD-Konstruktion eng miteinander verbunden wurden.
MartCad unterstützte den Umbau durch technische Aufnahme, Reverse Engineering, 3D-CAD-Konstruktion, mechanische Ausarbeitung, Zeichnungen und praxisnahe Funktionsanpassungen.
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